Neue Zuger Zeitung, 24.12.2008
Im Bücherbus hat sichs ausgelesen
Acht Jahre ist der rollende Secondhand-Bücher-Shop durch den Kanton gefahren. Nun braucht es einen Ersatz.
any. Acht Jahre lang hat der Zuger Bücherbus, in dem nicht mehr gebrauchte Bücher verkauft werden, bei Schulen, Märkten oder auf dem Landsgemeindeplatz in Zug Halt gemacht. Diesen Herbst nun musste das ehemalige Fahrzeug der Zugerland Verkehrsbetriebe mit 974 000 Kilometern wegen Altersschwäche aus dem Verkehr gezogen werden.
Ob es bald einen neuen Bücherbus geben wird, ist noch offen. Der Zweckverband der Zuger Einwohnergemeinden zur Bewirtschaftung von Abfällen (Zeba), dessen Projekt der Bücherbus ist, wird diesen Winter Abklärungen treffen. Wer Vorschläge für ein neues Bücherprojekt, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Trägerschaften aus der Kultur- oder Leseförderung hat, kann sich bei der Zeba melden.
Mehr Bücher abgegeben
Der Bücherbus ist laut Zeba ein Erfolg. Die Bücher werden in Zusammenarbeit mit Sozialhilfe-Arbeitsprojekten der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug gesammelt und dann durch Fachpersonen sortiert. Die gut erhaltenen Bücher stammen zum grössten Teil aus Privathaushalten. Sie gelangen über die Ökihöfe in die Bücherbus-Sortierzentrale.
Durch den Einsatz des Bücherbusses sei die Menge der abgegebenen Bücher an den Ökihöfen sehr stark angestiegen, heisst es in einer Mitteilung der Zeba. «Beim Projekt Bücherbus ging es um viel mehr als die Weiterverwendung von Büchern.»
Denn die Bücher würden symbolisch für das gesamte Abfallwesen stehen und anschaulich zeigen, wie gewinnbringend die Wiederverwertung von Gütern und Rohstoffen sei. Das Bewusstsein für wertvolle Recycling-Rohstoffe habe gefördert und die Ökihöfe als Entsorgungscenter für jegliche Abfälle in der Bevölkerung noch besser verankert werden können, heisst es weiter.
Die nicht verkauften Bücher würden in der Art aufgetrennt, «dass eine reine, hochwertige Papierfraktion mit höherer Vergütung an die Papierfabriken geliefert werden kann». Diese Arbeit der Bücherfraktionierung, welche die Beschäftigten der GGZ@Work ausführen, wird auch in Zukunft - ohne Bücherbus - weitergeführt.
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"Zuger Buchmesse" als Reaktion auf Bücherbus-Ende
"Wer Vorschläge für ein neues Bücherprojekt, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Trägerschaften aus der Kultur- oder Leseförderung hat, kann sich bei der Zeba melden".
Diese Passage im obigen Bericht der "Neuen Zuger Zeitung" fiel auf fruchtbaren Boden: Sie führte zum Vorschlag der ebenso erfolgreichen wie originellen Zuger Buchmesse 2009 mit lauter Secondhand-Büchern.
Alle Infos zur ZUGER BUCHMESSE 2009: